Update der Oberministranten zum Thema Dienen in Corona

Liebe Ministrantin, Lieber Ministrant,  Liebe Eltern.

Als wir im März schweren Herzens unsere Übernachtung verschieben mussten, konnte keiner von uns ahnen, dass die Pandemie ein solches Ausmaß annehmen wird. Seit dem Palmsonntag – spätestens – hat kein öffentliches Leben mehr stattgefunden. Viele von euch waren Wochen und Monate nicht in der Schule, im Sportverein, musizieren, mit Freunden unterwegs und vor allem nicht mehr im Chorraum gestanden. Besonders die nicht stattfindenden österlichen Feiertage waren für viele von uns ein großer Verlust. Wie lange haben wir uns alle nicht mehr gesehen. Ob wir uns überhaupt alle wiedererkennen? 🙂

Wolfgang hat uns über die ganze Zeit begleitet. An Ostern mit theologisch wertvollen Texten, vor allem in seinem Gebet und jetzt mit einem äußerst liebevollen Schreiben an alle, welches wir euch am letzten Wochenende zukommen haben lassen. Überall ist langsam wieder Frühlingsausbruch, langsam aber sicher erwacht das gesellschaftliche Leben aus seinem „Coronaschlaf“. Das Erzbistum Freiburg hat ebenfalls  seine strengen und fürsorglichen Regelungen gelockert. Wir Oberministranten haben uns lange und intensive Gedanken gemacht, wie wir als Gemeinschaft wieder zusammenkommen können, ohne jedoch das Risiko, dass von uns eine potentielle Ansteckung oder Übertragung ausgeht. Wir als reife, junge Menschen, die in unserer Kirchengemeinde nicht nur eine Nebenrolle spielen, sollten in unseren Augen hier mit leuchtendem Vorbild vorgehen.

Unser Chorraum ist schließlich groß. Hier schaffen wir es locker, dass 6 Ministranten zum Dienen kommen können. Alle liturgischen Aufgaben wie Sammeln, Gabenbereitung etc. entfallen aufgrund des Abstands. Lediglich das Schellen zur Wandlung findet statt. Beim Ein- und Auszug ist der Abstand von 1,5 m zum  Vordermann/frau zu gewähren. Der Einzug findet  nicht wie gewohnt statt, sondern hintereinander im „Gänsemarsch“. Jeder begibt sich direkt auf seinen Platz, auch in der Sakristei gilt es Abstand zu halten. Gerne dürft ihr euch vorher bei einem von uns 3en anmelden, ihr bekommt Rückmeldung ob sich bereits schon sechs angemeldet haben oder ob für euch noch ein Platz frei ist.

Das wichtigste für uns ist aber, dass ihr euch frei fühlt, ob ihr kommen möchtet, kommen könnt, ob euch das Infektionsrisiko persönlich noch zu groß ist, ob ihr vllt. potentielle Risikogruppen in eurem Umfeld habt.

Ebenso wichtig ist für uns, dass ihr wisst, egal wie ihr euch – auch in Rücksprache mit euren Eltern entscheidet, wir haben vor eurer Entscheidung den größten Respekt. Wenn ihr an unseren Gottesdiensten teilnehmt, dann soll das trotz den ganzen Auflagen mit Freude und der Freiheit  des Herzens stattfinden. Ob Im Chorraum, in der Bank oder daheim, jeder von uns ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gruppe. Es kommt auf einen jeden an, das wisst ihr. Wir freuen uns eine Jede/einen Jeden von euch wiederzusehen, ob das schon morgen ist, oder erst in 3 Monaten spielt dabei überhaupt keine Rolle. Das schönste ist der, dem wir jede Messe aufs neue begegnen, hält seine schützende Hand über uns. Wenn wir an ihm festhalten, gemeinsam mit ihm durch die schlechtere Zeit gehen, dann  können wir getrost in die Zukunft schauen.

Jesus, unser Freund, ist überall und zu jeder Zeit für uns da. Ganz gewiss!

So verbleiben wir in der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen auch und vor allem unter normalen Bedingungen. Bleibt alle gesund und munter!

Eure OM´s

Anna, Jochen, Florian