Weihnachtsbrief der OM’s

Liebe Ministrantin, Lieber Ministrant,                           

Liebe Eltern.

Normalerweise hätten wir jetzt unsere jährliche Hauptversammlung noch vor uns. Eine schöne und alte Tradition, die bereits viele unserer Vorgänger Jahr für Jahr abgehalten haben. In der Regel sind drei Punkte immer gleich: Wir schauen gemeinsam auf das zurückliegende Jahr, wir sprechen unseren Dank aus, übergebenen Präsente für besonders fleißige und schauen zusammen auf das vorliegende Weihnachtsfest sowie das kommende Jahr.

Mit großer Freude schauen wir zurück auf den 18. Januar (da war die Welt noch in Ordnung:-)  ). Gemeinsam mit unseren Freunden der Seelsorgeeinheit waren wir im Miramar und verbrachten einen wunderbaren Nachmittag. Besonders in Erinnerung ist bei vielen sicherlich die grandiose Laser Show und der Rutschen- Spaß geblieben. Wir waren alle bereit für ein tolles Jahresprogramm nach diesem gelungenen Opening. Doch plötzlich kam alles anders. 120 Nanometer haben schlussendlich einen dicken, fetten Strich durch unser aller Jahr gemacht. Ein Ostern ohne glanzvoll strahlende Liturgie. Ein Jahr mit vielen Unsicherheiten, vielen  Einschränkungen, aber auch mit einigen Chancen. Ganz salopp gesagt, jeder von uns hat wieder ein top aufgeräumtes Zimmer ……

Spaß bei Seite..

Jeder hat aber mindestens genauso auch erkannt, was einem wichtig im Leben ist. Was man in Zeiten der Entbehrung besonders vermisst. Vielleicht auch, wie man in Zukunft Prioritäten setzt, was man in seinem Leben als wichtig empfindet, und auf was man so schnell nicht mehr verzichten möchte.

Wir haben gemeinsam dieses Jahr trotzdem vieles erreicht. Es war uns dennoch möglich am Altar zu stehen. Zwar nicht so oft, aber dafür umso bewusster. Danke an alle, die in dieser Zeit das Beste daraus gemacht haben und in vorbildlicher Art und Weise stellvertretend für alle, Gottesdienst für Gottesdienst mitgestaltet haben. Wir Oberministranten sind mächtig stolz, wie ihr mit dieser großen Verantwortung umgegangen seid.

Jetzt steht Weihnachten vor der Tür, wir müssen quasi nur noch danach greifen, dann ist es soweit. Der Johannes Prolog vom ersten Weihnachtsfeiertag verrät eigentlich das ganze Wunder der Weihnacht in wenigen Sätzen: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, Gott war das Wort. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden war (…) Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gelebt.“

Ja, das feiern alle Christen weltweit an diesem Fest erneut. Jesus Christus -der Retter- ist geboren. Klein und zerbrechlich, in der Stille, ohne Luxus, in niedrigster Niedrigkeit, als einer von uns. Das ist es wohl, warum viele auf das Weihnachtsfest hinfiebern. Wir Ministranten besitzen das große Privileg, jedes Mal ganz nah dabei zu sein. Sind wir stolz darauf, dass das Jesuskind sich jedes Mal aufs Neue uns schenkt. Jahr für Jahr – Tag für Tag.

Die katholische Kirche kann mittlerweile auf eine über 2000 Jahre alte Geschichte blicken. Ist es nicht das größte Geschenk, dass man getragen wird von Generationen und Jahrhunderten des gemeinsamen Glaubens? Mögen wir uns im kommenden Jahr noch mehr hineingeben und einfach eintauchen in Jahrtausend alte Rituale und Gebet- und das alles als top moderne Menschen:-)

Zum Schluss bleibt uns nur noch ein riesiges Dankeschön, 1000- faches Vergeltest Gott und ein gesegnetes Weihnachtsfest im allerengsten Kreise. 

Das Kind in der Krippe ist auf jeden Fall euer Gast.

Darauf könnt ihr zählen!

 

Eure Omˋs

Anna, Jochen, Florian